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BNN 8. Oktober 2003

Bei Kirchen-Theatertagen

Karlsruher Spielgemeinde gefiel in Erfurt

jwb. Karlsruhe "Die Frucht des heimlichen Wortes" unter diesem Motto spielten in Erfurt acht Laiengruppen Theater. Anlass waren die siebten Theatertage der Kirche in Deutschland. Darunter war als einzige Gruppe aus Baden-Württemberg die "Karlsruher Spielgemeinde" mit ihrer zweiten Eigenproduktion "Smaragd im Mund ein Stück verrückt". Zu dieser letzten Aufführung der Spielzeit kamen 70 Zuschauer in die Erfurter Kaufmannskirche.

Thema waren alle Facetten der Verrücktheit der menschlichen Seele. In einer Collage von elf Szenen stellten die 18 Schauspieler dar, wie Menschen, die nicht ganz der Norm entsprechen, als verrückt abgestempelt werden, wo doch eigentlich viel Anderes aus unserem Alltag so viel verrückter ist, jedoch nicht so wahrgenommen wird. Die Gruppe versuchte, den Zuschauern einen Spiegel vorzuhalten, der der Gesellschaft ein Anstoß sein soll, noch einmal genau nachzudenken. Das ist ihnen auch gelungen, die Worte sind zwar in den Weiten des Kirchenraums verhallt, werden jedoch noch lange in den Köpfen aller herumspucken und vielleicht auch eine Änderung herbeiführen.

Die Intuition zu diesem Stück kam von zwei Schauspielern, weil sie einfach mal so richtig durchgedreht sein wollten, was ihnen aber im wahren Leben nicht vergönnt ist. Mit dieser zehnten und letzten Aufführung wird das Stück eingestellt, der große Erfolg jedoch spornt alle an, ein weiteres Stück zu schreiben. Das Thema wird weitläufig die Frage nach dem Sinn sein.

Die Resonanz spricht für sich: Die Karlsruher Spiel-gemeinde ist zu einem Teil der Karlsruher Kulturlandschaft geworden. Allerdings werden ständig neue Mitspieler gesucht. Informationen unter www.ka-spielgemeinde.de.