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ÜBERSICHT ▼ | ||||||||
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WIR ÜBER UNS |
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"Die Karlsruher Spielgemeinde ist nicht die einzige Theatergruppe ohne feste Bühne. Aber wohl die einzige, die so konsequent aus der Not einen programmatischen Grundsatz macht und auf jeden Spielort direkt reagiert. Atmosphäre, Stimmung und Größe eines Raumes gelten als Chance..." so umschrieb die BNN das Selbstverständnis der Karlsruher Spielgemeinde. Die Karlsruher Spielgemeinde wurde 1999 in der Evangelischen Pfarrgemeinde Waldstadt-Nord in Karlsruhe von der Theaterpädagogin Heide Harmsen gegründet. Auf eine kleine Anzeige in den Badischen Neuesten Nachrichten meldeten sich 30 Interessierte. Die Amateurtheatergruppe, die von Pfarrer Uwe Hauser unterstützt wurde, probt und arbeitet in den kirchlichen Räumen der Gemeinde. Anfangs ging es bei der Probenarbeit um das kreative Potenzial des Einzelnen und die Frage, was mit dem Theaterspielen erreicht werden solle. Um die eigene Lebenssituation und die damit verbundenen Themen darstellen zu können, wählte die Gruppe das Mittel der Eigenproduktion. Zwar ist der Prozess des Erfindens ein hartes Ringen mit vielen Versuchen und Irrwegen. Doch schien diese Methode das probate Mittel, um eine Antwort auf die Fragen der Schauspieler zu finden. Grundsätzlich entwickeln die etwa 20 Mitspielerinnen und Mitspieler zwischen 15 und 70 Jahren die Theaterstücke aus Diskussionen, Improvisationsarbeit und Theaterhandwerk. Individuelle Lebenserfahrungen und Fähigkeiten als Schauspieler, Kostümbildner, Handwerker, Tänzer oder Musiker fließen in die Arbeit ein und ergeben schließlich ein authentisches Gesamtkunstwerk. Es gilt, die Kreativität jedes Einzelnen zu fördern – gemäß dem Motto des Künstlers Joseph Beuys: "Jeder Mensch ist ein Künstler". Am Beginn jeden Stückes steht die Improvisationsarbeit: Damit werden Ideen ausprobiert und Themen umrissen. Im weiteren schöpferischen Prozess wird die Zielaussage des Stücks eingekreist und die Dramaturgie bestimmt. Es entstehen einzelne Figuren und Rollen, Dialoge werden aufgeschrieben und überarbeitet. Dann kommt die Musik als wichtiger Ausdrucksträger hinzu, und schließlich werden die meist aufwändigen Kostüme geschneidert und Requisiten gebaut. Da die Spielgemeinde keine feste Bühne hat, zählt das Bespielen neuer Räumlichkeiten zu den besonderen Herausforderungen für die Darsteller. Atmosphäre, Stimmung und Größe eines Raumes ermöglichen es den Darstellern, ihren Figuren immer neue Facetten zu geben. So wird das Spiel dynamischer, getragener, schwebender, je nachdem, ob in einer Kirche, im Verkehrsmuseum, in der Durlacher Orgelfabrik, in der Insel des Staatstheaters oder im Schloss Bruchsal gespielt wird. Da die Stücke von der Gruppe entwickelt werden, identifizieren sich die Darsteller bedingungslos mit dem Kunstwerk. Sie fühlen sich dafür verantwortlich. Das Gefühl, Teil einer Gruppe zu sein, bestärkt jeden Einzelnen. Deshalb können diese Theaterstücke auch nicht mit anderen Mitspielern wiederholt werden. Viele Mitspielerinnen und Mitspieler sind seit zehn Jahren dabei, andere seit vier oder fünf Jahren. Diese Kontinuität verbindet und fördert das Ensemble und hat Freundschaften entstehen lassen. Für manchen Darsteller ist die Spielgemeinde damit sogar zur "zweiten Familie" geworden. Die Titel und Themen der bisherigen Theaterstücke: 2001 "Nimm sie Dir doch - Zeit fliegt vorbei" / Der persönliche Umgang mit der Zeit 2003 "Smaragd im Mund" / Grenzüberschreitungen zwischen Normalität und Wahnsinn 2004 "Wenn die Milch überkocht" / Die Frage nach dem Sinn des Lebens 2006 "Unter einer Decke" / Ein Stück um Schuld und Vergebung 2009 "Ein unwirthbares Eyland" / Das Streben nach Freiheit und Glück 2011 "Das Leben ist kein Verzicht" / Suche der Menschen nach Glück |
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